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Workshop II
PflegeklassifikationssystemeReferent
Gunnar Nielsen; Dänemark
Im Bereich der Pflegeterminologie sind in den letzten zehn Jahren zwei Bemühungen sichtbar geworden, die sich wie Form und Inhalt gegenseitig ergänzen. Die eine gilt der Entwicklung der strukturellen Aspekte von Pflegeterminologien, während die andere Bemühung sich eher den konzeptionellen Inhalten der Pflegespache zuwendet. Bildlich gesprochen werden sowohl Baupläne entwickelt, als auch das Baumaterial hergestellt, um die Baupläne zu realiseren. Existierende Pflegeklassifikationssysteme können deshalb sowohl im Hinblick auf die zugrundeliegenden Baupläne als auch auf das angewandte, begriffliche Baumatarial hin, untersucht werden. Baupläne liegen in Form von Standards/ Normen vor. 1. Montag
In der diesjährigen Sommerschule für Pflegeinformatik wird es in der Einleitungsvorlesung darum gehen, einen Überblick über diesen ”Bauplatz” zu vermitteln: Welche Baupläne (Standards/Normen) liegen zur Zeit international gesehen vor, und wie wurden bisher Pflegeklassifikationssysteme geplant und gebaut.
Die Teilnehmer sollten nach der Vorlesung nicht nur im Stande sein, die vorliegenden Baupläne (Standards/Normen) zu lesen und zu verstehen, sondern sie auch als Anleitung zum Selberbauen eines Pflegeklassifikationssystems anzuwenden. Es soll in der Arbeitsgruppe Pflegeterminologie der Versuch unternommmen werden, anhand der vorliegenden Baupläne einen Prototypen eines Pflegeklassifikationssystems zu bauen. 2. Dienstag
Bauen eines Prototypens eines Pflegeklassifkationssystems. Als Baupläne dienen die vorgestellten Standards/Normen für Pflegeterminologien. Im Baumarkt finden die Teilnehmer verschiedene Baumaterialien: die vorliegende Klassifikationsssyteme, die ins Deutsche übersetzt worden sind und eigene Materialien, die die die Teilnehmer mitbringen oder im Laufe der Sommerschule entwickeln können.
3. Mittwoch
Pflegeklassifikationsysteme müssen durch Terminologiesoftware unterstützt werden. Terminologiesoftware ist darauf begrenzt, allein den Umgang mit den Bausteinen gemäss den Bauplänen zu unterstützen.
Am dritten Tag wird den Teilnehmern die Gelegenheit gegeben, den Umgang mit dem entwickelten Prototypen eines Pflegeklassifikationssystems mit Hilfe von Software zu unterstützen. 4. Donnerstag
Terminologiesoftware muss immer in klinischen Applikationen eingebettet werden. Um im Bild zu bleiben: Das Bauen von Klassifikationen und Terminologiesoftware ist nur Teil eines viel grösseren Bauvorhabens, nämlich das Bauen einer elektronischen Patientenakte, die die Dokumentation der pflegerischen Praxis erlaubt.
Die Teilnehmer sollen mittels der entwickelten Klassifikation versuchen die Pflege von Patienten zu dokumentieren. Dies als ein Beispiel dafür, wie Terminologiesoftware in klinische Applikationen integriert werden kann. Den Abschluss bildet die Evaluierung des ganzen Prozesses und dessen Ergebnis: Baupläne (Standards/Normen), Baumaterial (Pflegebegriffe), Prototyp eines Klassifikationssystems, Terminologiesoftware und Einbettung der Software in einer klinischen Applikation. 5. Freitag
Darstellung der Prozesse und deren Ergebnisse.
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